Geführte Wanderung im Angesicht des Monviso
Alpinblau Touren - Giuseppe Monteleone
Alpinblau Touren - Giuseppe Monteleone

Geführte Wanderung im Angesicht des Monviso

Bergwandern in den Süd-Cottischen Alpen, Piemont (Italien)
Ort
Cuneo, Provinz Cuneo, Italien
Dauer
6 Tage
Anspruch
Level 3
Gruppengröße
5 - 10 Personen

Beschreibung

Die in den Westalpen gelegenen Cottischen Alpen sind eine Gebirgsgruppe im Grenzgebiet zwischen Italien und Frankreich. Sie bilden ein grenzüberschreitendes Gebiet​,​ an denen hauptsächlich die italienische Region Piemont und die französische Region Provence-Alpes-Côte d’Azur Anteil haben; ein kleiner Teil im Norden befindet sich zudem in der Region Rhône-Alpes. Sie sind benannt nach dem Ligurerfürsten Cottius​,​ dessen Herrschaftsgebiet von Kaiser Augustus ins Römische Reich eingegliedert wurde. Imposantes Wahrzeichen ist der alles übergreifende Monviso. Schon der Name ist Programm: die Römer tauften den weithin sichtbaren Berg 'Mons Vesulus' - keine Übertreibung für einen Berg​,​ der alle anderen Gipfel der Umgebung um mindestens 500 Meter überragt. Der Monviso​,​ den schon Vergil und Dante beschrieben haben und dem Leonardo da Vinci seinen heute gebräuchlichen Namen gab​,​ ist der piemontesische Berg schlechthin. Von den Einheimischen liebevoll 'Re di Pietra' genannt​,​ ist die markante Gipfelpyramide mit ihren 3.841 Metern unumstritten die höchste Erhebung in den Cottischen Alpen ohne zu übertreiben eines der 'markantesten' Bergmassive der Westalpen! Aber "Re di Pietra" ist nicht Protagonist dieser Tour​,​ es gibt viele andere Charaktere in seiner unmittelbaren Umgebung. Man kann sich seinem Reiz aber nicht entziehen​,​ so dominant ist er. Trotzdem ist der Monviso einfach nur da​,​ und die Wanderer lieben ihn für das​,​ was er ist. In der Tat bietet diese grenzüberschreitende Tour eine unglaubliche Landschaftsvarietät bei seiner Durchquerung.

Diese Mehrtagestour versteht sich als Rundtour​,​ die einmal um den Monviso und seinen Gebirgsstock geht. Die hier angebotene Streckenführung kreuzt die GTA​,​ ein Südalpen-Weitwanderweg​,​ und die landschaftlich herausragende Vier-Seen-Tour. Alle Streckenführungen gehören schließlich zum Naturpark Monviso​,​ der mit seiner fast tundraartigen Landschaft in mediterraner Lage geradezu besticht. Die kargen Steinhänge​,​ Schotterfelder und Steilwände oberhalb der Baumgrenze haben wenig Vegetation vorzuweisen - hauptsächlich ein gelbgrünes Gras​,​ das in der Masse für eine ganz individuelle Einfärbung dieser Gebirgsgruppe sorgt. Die nachtblau wirkenden Bergseen verraten nichts von ihrer Tiefe und laben sich in ihrer Einsamkeit inmitten ihrer großen Brüder und Schwestern.

    Highlights

    • Imposanter Blick auf die Südseite des Monviso am Passo d'Armoine (2692m)
    • Vallanta Pass (2811m)
    • Der Postbotenweg
    • Seilliere Pass (2874m)
    • Monte Manzol (2933m)

    Standort

    • Tagesbeschreibung

      • Tag 1: Nordseite Monviso

        Treffpunkt um 8 Uhr am Bahnhof Porta Nuova in Turin. Mit Privatbus geht es nach Pian Melze, dem Ausgangspunkt unserer Tour und zugleich Tür des Monviso Nationalparks. Mit beschwinglicher Leichtigkeit und anfänglicher Euphorie beginnen wir unsere Tour in einem leichten Aufstieg auf einem malerisch gesäumten Wanderweg, der uns hinauf zum abenteuerlich gelegenen Rifugio Quintino Sella auf 2640 Meter führt, benannt nach dem Gründer des italienischen Alpenvereins, Quintino Sella, der auch der erste Hüttenwirt in der Geschichte des italienischen Alpenvereins war. Und wie ein Riese aus Stein, denn so nennen ihn die Einheimischen (Re di Petra - König aus Stein), gewaltig, furchterregend, stark und prustend, zeichnet sich seine Silhouette im Dunst des abendlichen Nebels und morgendlichen Taus ab. Die Nordseite des Monviso ist ein persönliches Erlebnis, denn nur wenige Berge können die Gemüter so derart in den Bann ihrer Magie ziehen, wie es dem Monte Viso mit Leichtigkeit gelingt.

        Aufstieg900 m
        Abstieg200 m
        Strecke10 km
        Gehzeit04:00 h
        UnterkunftRifugio Quintino Sella , Schutzhütte Alpenverein
        ZimmertypMehrbettzimmer
        VerpflegungHalbpension
      • Tag 2: Valle Vallanta

        Es geht hinauf zum Passo Gallarino auf 2727 Meter. Die Streckenführung verläuft durch hartes Gestein, gespalten in Rinnen, in denen sich das Wasser zurück zieht. Wir kommen an kleinen, zerstückelten Bergseen, namenlos, vorbei. Die Gebirgskette des Monviso senkt und erstreckt sich fast schon gebieterisch zu unserer rechten Seite. Ein aufregender Moment. Der Passo Gallarino ist im letzten Akt in einer halben Stunde erreicht. Wir befinden uns nun in einer weiten Ebene. Hier ist die Stille ein Silentium, das wir spüren werden, ein leises auf- und abgehen von Emotionen, die tief in uns sitzen und in Schüben entlassen werden. Keiner kann der Stille des Universums entfliehen. Wir pausieren am Biwak Berardo. Von hier ist eine Besteigung des Monviso ebenfalls möglich. Womöglich der einfachste Aufstieg, um dem 'Re di Petra' zu begegnen. Danach folgt ein langer Abstieg, runter bis auf 1900 Meter. Wir durchwandern einen uralten Zirbelkiefernwald, die Wege werden klein und verschachtelt. Schließlich erreichen wir Grande Gheit, eine verlassene Siedlung. Von dort blicken wir in das große und sonnenreiche Vallanta Tal. Im stetigen Aufstieg auf einem halbbreiten Wanderweg steigen wir hinauf zum schön gelegenen Rifugio Vallanta auf 2450 Meter. Die Sicht von dort oben ins Vallanta Tal ist mit Worten schlichtweg nicht zu beschreiben.

        Aufstieg1050 m
        Abstieg1100 m
        Strecke14 km
        Gehzeit07:00 h
        UnterkunftRifugio Vallanta, Schutzhütte Alpenverein
        ZimmertypMehrbettzimmer
        VerpflegungHalbpension
      • Tag 3: Passo Seilliere

        Nach einem tollen Frühstück geht es hinauf zum Gebirgspass Vallanta auf 2811 Meter. Einmal den Pass durchquert ändern sich auch schon die Farben der Wegmarkierungen. Sie sind nicht mehr rot-weiß, sondern gelb-rot, da wir uns in Frankreich befinden. Zu Mittag kehren wir in das französischen Refuge du Viso ein. Hier können wir dann Gebrauch von unseren Französischkenntnissen machen. Vom schön gelegenen Refuge du Viso geht es auf gleich zwei Wegen zu unserem nächsten Etappenziel, dem stillen Passo Seilliere auf 2874 Meter. Wenn uns das Glück großzügig gegenüber steht, dann begegnen wir hier oben am Pass Steinböcken, die es in diesen Gegenden zu Genüge gibt. Hier befinden wir uns in der großen Stille, in der Stille des Universums, die Zeit scheint hier an diesem wundersamen Punkt eine Pause einlegen zu wollen. Hier machen wir Rast und blicken einander an, wie Kameraden, die sich schon lange kennen. Wenn die Sonne den Zenit erreicht hat, steigen wir ab ins Valle dei contadini (Tal der Bauern). Unsere nächste Unterkunft sieht man bereits nach wenigen Metern im Abstieg. Das Rifugio Granero, bestens organisiert, wunderschöne Menschen, ehrliche und freundliche Leute.

        Aufstieg880 m
        Abstieg950 m
        Strecke11 km
        Gehzeit5:00 h
        UnterkunftRifugio Granero, Schutzhütte Alpenverein
        ZimmertypMehrbettzimmer
        VerpflegungHalbpension
      • Tag 4: Südseite Monviso

        Nach einem vorzüglichen und üppigen Frühstück und im Gepäck unsere Lunchbox, geht es heute wieder weiter. Wir folgen im fröhlichen Aufstieg einer leichten Route bis zum Passo Manzol auf 2701 Meter. Ein sonnenreicher Aufstieg. Eine Besteigung der Cima Manzol (2933 m) ist optional. Wer dies machen möchte, der wird sicherlich Steinböcken begegnen. Sie sind hier sehr zahlreich und es ist unglaublich schön, sie in ihrem natürlichen Habitat zu beobachten. Wir steigen wieder vom Pass ab und folgen einem leichten, aber recht langen Abstieg bis wir einen Abzweig erreichen, von dem wir nach einer weiteren Stunde den Passo d'Armoine erreichen. Bei optimalen Wetterbedingungen haben wir hier einen unwiderstehlichen Blick auf die Südseite des Monviso. Wahrlich überwältigend. So still und unbeugsam steht er da direkt vor uns. Die Gedanken schweifen ab, man fühlt sich benommen von seiner Schönheit, seiner so anmutenden Gestalt, die in einem Bergwanderer das unbestimmte Gefühl von Traurigkeit und zugleich Euphorie hervorruft. Wir bleiben auf Höhe und meiden den langwierigen Abstieg in die Ebene. Wir folgen einer erst kürzlich wieder entdeckten und vom CAI ausgebauten Streckenführung, wir begeben uns auf den genialen 'sentiero del postino' (Postbotenweg). Im weiteren Verlauf verlieren wir wieder an Höhe und das letzte Stück zum Rifugio Giacoletti ist ein wahrer Leckerbissen, denn der hat es nochmal in sich, aber es lohnt die Mühe. Das Rifugio Giacoletti ist eine Hütte, von denen es leider nicht mehr viele gibt.

        Aufstieg1150 m
        Abstieg750 m
        Strecke12 km
        Gehzeit06:00 h
        UnterkunftRifugio Giacoletti, Schutzhütte Alpenverein
        ZimmertypMehrbettzimmer
        VerpflegungHalbpension
      • Tag 5: Colle della Gianna

        Vom Rifugio Giacoletti geht es hinab zum Lago Lausetto, dem kleinen Bruder oder der kleinen Schwester des wirklich anmutenden Lago Fiorenza, an dem wir unmittelbar vorbei laufen werden. Dieser Bergsee erreicht eine Tiefe von 15 Metern! Wie auch die anderen Bergseen des Nationalparks wird der Fiorenzasee durch die Schneeschmelze mit Wasser versorgt, was dazu geführt hat, dass die Seen alle recht tief und außerdem fischfreundlich sind. Im weiteren Verlauf geht es noch ein bisschen weiter abwärts zum Rifugio Pian del Re, wo wir eine Kleinigkeit zu uns nehmen möchten, bevor es wieder im Aufstieg zu unserem letzten Hochpass, dem Colle della Gianna, geht. Von dort werden wir nochmals einen letzten Blick auf den Monviso haben. Wir verabschieden uns in Gedanken von ihm. Im leichten Abstieg geht es dann ins Giannatal hinab und zu unserer letzten Unterkunft, dem Rifugio Barbara Lowrie. Das Gebäude, in dem sich jetzt das Schutzhaus befindet, wurde 1928 von Walter und Barbara Lowrie, einem amerikanischen Ehepaar, als Jagdhaus erbaut. Kurze Zeit später jedoch schenkte das Ehepaar es der Alpenvereinssektion Val Pellice, die es in eine Schutzhütte verwandelte.

        Aufstieg830 m
        Abstieg1650 m
        Strecke15 km
        Gehzeit08:00 h
        UnterkunftRifugio Barbara Lowrie, Schutzhütte Alpenverein
        ZimmertypMehrbettzimmer
        VerpflegungHalbpension
      • Tag 6: Rückreise nach Turin

        Mit Privatbus geht es heute nach dem Frühstück zurück nach Turin zum Bahnhof Porta Nuova

        Aufstieg0 m
        Abstieg0 m
        Strecke0 km
        Gehzeit00:05 h
        Unterkunft-, -
    • Enthaltene Leistungen

      • Deutsch- und italienischsprechender Bergwanderführer
      • Transfer mit Privatbus von Turin nach Pian Melze
      • Transfer vom Rifugio Barbara Lowrie zurück nach Turin
      • Übernachtung mit Halbpension
    • Zusatzkosten

      • An- und Abreise
      • Getränke und Mittagsessen
    • Anforderungen

      Kondition

      Gut, 800-1200 Hm, 7h

      Technik

      Mittelschwer, Rot

      Voraussetzung

      Anspruchsvolle Wege, exponierte Stellen mit Drahtseilen & Geländer, Trittsicherheit & Schwindelfreiheit, evtl. geringer Einsatz von Händen
    • Treffpunkt & Tour Ende

      Treffpunkt: Ort

      Bahnhof Porta Nuova

      Treffpunkt

      Bahnhof Torino Porta Nuova, Corso Vittorio Emanuele II 58, Turin, Provinz Turin 10125, Italien

      Treffpunkt: Uhrzeit

      08:00

      Ende der Tour: Ort

      Bahnhof Porta Nuova

      Ende der Tour

      Bahnhof Torino Porta Nuova, Corso Vittorio Emanuele II 58, Turin, Provinz Turin 10125, Italien

      Ende der Tour: Uhrzeit

      11:00
    • Ausrüstung

      Mitzubringende Ausrüstung

      • Feste und knöchelhohe Bergschuhe
      • Rucksack 30-40 Liter
      • Soft- und Fleecejacke
      • Regenjacke (kein Poncho), Regenhose, Regenschirm
      • Sonnenbrille und Sonnencreme
      • Isolationsjacke
      • Windjacke

      Vom Veranstalter gestellte Ausrüstung

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        875,00 €
        inkl. MwSt
        pro Person